18.11.2017 Spieltag der mJD in Böblingen

Eine wahre Herkules Aufgabe erwartete die Aidlinger mJD beim Spieltag in Böblingen. Die Gegner waren der Tabellenzweite SV Magstadt und der bis dato verlustpunktfreie Ligaprimus aus Renningen.

Im ersten Spiel gegen Magstadt erwischten die Jungs des Trainergespanns Rösch/Rosien einen guten Start. Die Abwehr bewegte sich gut und der als vorgezogene Spitze spielende Jannick Haußer störte gekonnt den Spielaufbau des Gegners. Im Angriff nutzte Max Rösch seine Chance und brachte die Schwarz-Gelben mit 1:0 in Führung. Warum Magstadt um den Titel in dieser Saison mitspielt, zeigte sich zwischen der 5. und 8. Spielminute, als ihnen trotz aufopferungsvoll kämpfender SVA Abwehr drei Treffer in Folge gelangen. Yannick Märgner durchbrach mit seinem Treffer die Aidlinger Durststrecke und Jacob Rigot erzielte mit der Pausensirene den Anschlusstreffer zum 3:4.

Hoffnung keimte auf als Jakob Kirsch in der Zweiten Halbzeit zum 4:4 egalisierte, dann standen den Aidlinger Recken jedoch zu oft das Gehäuse des gegnerischen Tores oder der Torwart im Weg. Trotz aufopferungsvoll kämpfender Abwehr um Abwehrchef Bjarne Dietrich und teils spektakulärer Paraden von „Hexer“ Timmy Rosien nutzte der SV Magstadt die Gunst der Stunde und konnte sich eine 3 Tore Führung erarbeiten. 2x Jacob Rigot, sowie erneut Max Rösch hielten die Aidlinger im Spiel, die Gegentreffer vielen jedoch umgehend. Mit 10:7 verbuchte der SV Magstadt die Punkte auf sein Konto.

SVA: Timo Rosien (Tor), Bjarne Dietrich, Jannick Haußer, Jakob Kirsch (1), Fabian Müller, Lukas Märgner, Yannick Märgner (1), Jacob Rigot (3), Max Rösch (2), Tobias Kloiber, Lenny Widmann

Noch ohne Verlustpunkt thronte die Spvgg Renningen vor dem Spiel auf dem Platz an der Sonne. Körperlich deutlich überlegen, versuchte der Tabellenführer mit einer Manndeckung über das gesamte Feld den Spielaufbau des SVA zu stören. Dies gelang anfangs auch in imponierender Weise, 0:3 hieß es in der 5. Spielminute aus Aidlinger Sicht. Wer jedoch gedacht hätte, dass damit die Messe schon gelesen wäre, sah sich getäuscht. Vor einem erneut glänzend haltenden Timmy Rosien steigerte sich die Aidlinger Abwehr und ließ keine einfachen Gegentore mehr zu. Lukas Märgner und Tobias Kloiber schalteten die gegnerischen Außenspieler aus und sorgten immer wieder für Druck nach vorne. Mit tollen Doppelpässen kombinierten sich die Rückraumspieler Jakob Rigot und Jannick Haußer durch die generischen Abwehrreihen und hatten immer noch den Blick für den freien Nebenmann. 3x konnte Fabian Müller bilderbuchmäßig frei gespielt werden, scheiterte jedoch am Gehäuse und am Torwart der Renninger. Jacob Rigot brach schließlich den Bann und konnte für den ersten Aidlinger Treffer sorgen. Bis zur Pause vielen immer abwechselnd weitere Treffer auf beiden Seiten, so daß beim Pausenstand von 4:6 immer noch die Hypothek aus der Anfangsphase auf der Anzeigetafel aufleuchtete. Das Aidlinger Selbstvertrauen war durch die tollen Kombinationen und den unbändigen Kampfgeist jedoch enorm gestiegen. Yannick Märgner kam mit Schwung auf halb rechts durch und hämmerte den Ball an die Unterkante der Latte und über die Torlinie zum ersten Treffer des zweiten Abschnitts.

Daß Renningen durchaus verdient an der Tabellenspitze steht zeigte sich jedoch kurz danach, als ihnen wiederum ein 3:0 Lauf zum Zwischenstand von 5:9 gelang. Trotz des erneuten Tiefschlages war von einer Renninger Überlegenheit nichts zu sehen. Der aufmerksame Jakob Kirsch sicherte mit Hechtsprung seinen Farben einen freien Ball und Jacob Rigot belohnte den Einsatz mit einem tollen Treffer. Timmy Rosien nahm Renningen einen „Freien“ weg und bediente im Gegenstoß erneut Jacob zum 7:10. Eine leichte Verunsicherung war in Reihen des Gegners zu bemerken. Der nächste Aidlinger Angriff von Lenny Widmann rollte über die rechte Seite auf das Tor und Yannick Märgner vollstreckte. Der Aidlinger Aufschwung wurde scheinbar jäh gestoppt als ein von Timmy abgewehrter Versuch in Richtung Seitenlinie rollte und Max Rösch gedankenschnell den Ball in der eigenen Abwehr sicherte. Ballgewinn – so dachten wir. Max wurde vom gegnerischen Angreifer heftig geklammert und als nach diversen Sekunden immer noch kein Pfiff des Unparteiischen erfolgte, riß er sich mit einer schnellen Bewegung von ihm los. Als dann der Pfiff ertönte erwarteten alle einen Freiwurf für unsere Farben. Zum Unverständnis aller zeigte der Schiri jedoch Max die gelbe Karte und Ballbesitz für Renningen – eine krasse Fehlentscheidung. Das Trainergespann, wie auch die zahlreich mitgereiste Anhängerschar waren konsterniert und Renningen traf zum 8:11 mit noch drei Minuten Restspielzeit auf der Hallenuhr. In solchen Situationen erkennt man den wahren Charakter einer Mannschaft. Angriff SVA, Jannick Haußer tankt sich mit sehenswerter Körpertäuschung am Gegner vorbei und erzielt das 9:11. Ballverlust Renningen, Jakob Kirsch sichert das Spielgerät und bedient Yannick Märgner, der mit seinem vierten Treffer den Anschluß herstellt. Das Momentum war wieder auf die Schwarz-Gelbe Seite gewechselt, die Halle brodelte. Eine Minute vor Ablauf der Spielzeit schaffte Renningen den Durchbruch, doch Timmy entschärfte den freien Wurf mit sensationeller Reaktion.  Unter frenetischen Anfeuerungen der Fans und der eigenen Spieler kombinierten sich die Aidlinger Jungs nochmals durch die gegnerischen Reihen und Jannick Haußer vollstreckte zum völlig verdienten 11:11 Endstand. Der Abpfiff ging im ohrenbetäubenden Jubel in Schwarz-Gelb unter. Vielen Dank an die vielen Fans und unseren erkrankten Spielmacher Valentin Kiesenbauer, die uns von der Tribüne sensationell unterstützten.

Nicht die Fehlentscheidung wird in unserer Erinnerung bleiben, wenn wir an dieses Spiel zurück denken. Sondern der tolle Charakter unserer Aidlinger, die sich niemals aufgaben und immer an die Sensation geglaubt haben. Wir sind sehr stolz auf euch.

Renningen thront weiter an der Spitze, den Platz an der Sonne hat sich jedoch der SVA verdient.

SVA: Timo Rosien (Tor), Bjarne Dietrich, Jannick Haußer (2),Jakob Kirsch, Fabian Müller, Lukas Märgner, Yannick Märgner (4), Jacob Rigot (5), Max Rösch, Tobias Kloiber, Lenny Widmann

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