Jahreshauptversammlung der SpVgg Aidlingen am 21.04.2017 im Vereinsheim Vogelherdle

Ein gut gefülltes Vereinsheim auf dem Vogelherdle bildete den Rahmen für die Jahreshauptversammlung der SpVgg Aidlingen für das Geschäftsjahr 2016. Gisela Grammerstorff blickte in ihrem Geschäftsbericht auf ein aufregendes, aber insgesamt gutes Jahr zurück.

Auch dieses Jahr wertschätzte die Vorstandssprecherin die Arbeit der insgesamt 35 größtenteils ehrenamtlichen Trainer und Übungsleiter, deren unermüdlicher Einsatz nicht selbstverständlich sei. Bei 974 Mitgliedern in den 4 Abteilungen Freizeitsport, Fußball, Handball und Tischtennis kann sich die Sportvereinigung mit einem Anteil von ca. 40% Kindern und Jugendlichen über einen regen Zuspruch im Bereich der Jüngeren freuen. Natürlich geht auch die demografische Entwicklung nicht spurlos am SVA vorbei – bereits 31% der sind älter als 60 Jahre.
Integration für Jung und Alt ist der SpVgg weiterhin ein wichtiges Anliegen. Hier arbeitet der Verein eng und konstruktiv mit dem Asylkreis Aidlingen zusammen. Die Einführung eines Flyers für den Gesamtverein wurde umgesetzt. Darüber hinaus waren u. a. die sich ständig ändernden rechtlichen Grundlagen stets Themen im SVA.

Gleichzeitig zuständig für die Sportangelegenheiten des Vereins, berichtete die Vorstandssprecherin gern über das neue Angebot „Karate“, welches in die Freizeitsportabteilung integriert ist und voraussichtlich ab Mai 2017 gestartet werden kann. Erfreut zeigte sie sich auch über einen leichten Aufwärtstrend bei den Sportabzeichenabsolventen und lud dazu ein, in 2017 dabei zu sein.

G. Grammerstorff freute sich über das örtliche und überörtliche Engagement der Handballabteilung über den Verein und die Ortsgrenzen hinaus. So nahmen die Handballer an Sport- und Projekttagen in den Aidlinger Grundschulen Buchhalden und Schallenberg sowie der Dätzinger Grundschule teil. Die Vorstandssprecherin berichtete, dass die Tischtennisabteilung im Rahmen einer Trainingsgemeinschaft bereits seit einigen Jahren erfolgreich mit dem FSV Deufringen zusammenarbeite und im Begriff sei, die Zusammenarbeit auszuweiten. Im Jugendbereich findet auch bei der Fußballabteilung von den Bambinis bis hin zur D-Jugend eine gute Zusammenarbeit als Spielgemeinschaft mit dem FSV statt. Diese wird ebenfalls weiter ausgebaut werden. Was die aktive Mannschaft angeht, blickte die Vorstandssprecherin zunächst auf den Wiederaufstieg im Mai 2016 zurück und bedauerte, dass der Aufwärtstrend leider nicht gehalten werden konnte. Sie appellierte, die derzeitige Situation kritisch, aber fair und konstruktiv zu hinterfragen und die Planungen der SVA-Fußballzukunft sowohl für den Spielbetrieb als auch für die personelle Situation zielgerichtet fortzusetzen. Hierzu wünschte sie allen Spielern,Trainern und
Verantwortlichen viel Erfolg.

Ein besonderer Dank für das geleistete Engagement ging an alle Trainer, Trainerinnen und Übungsleiterinnen, an die SportabzeichenprüferInnen sowie die vielen Helfer vor und hinter den Kulissen. Auch dankte die Vorstandssprecherin allen Mitgliedern für ihre langjährige Vereinstreue und allen Freunden und Gönnern für ihre Unterstützung.

Äußerst positiv fiel der Bericht von Kassier Martin Rahn aus. „Wir waren jederzeit zahlungsfähig und können allen unseren finanziellen Pflichten nachkommen“. Die Abteilungen würden sich autark verwalten und insgesamt stehe die Sportvereinigung finanziell gut da. So war es auch nicht verwunderlich, dass die Kassenprüfer Thomas Schneider und Wilfried Lisson nichts zu beanstanden hatte.

Nachdem Thomas Pfann berichtete, was in baulicher Hinsicht, insbesondere im Vereinsheim und auf dem Vereinsgelände, anstand und geplant ist, berichteten die vier AbteilungsleiterInnen Regina Walz (Freizeitsport), Friederike Knecht (Handball), Erwin Bischoff (Tischtennis) und Edgar Benz (Fußball) aus ihren Abteilungen. Auch hier blickten alle Abteilungen auf ein eher unruhiges Jahr zurück. Geprägt von Verletzungen und Spielerausfällen sowie Trainerfragen war es in allen 3 Abteilungen (Handball, Fußball und Tischtennis) oft nicht einfach, den Spielbetrieb immer aufrecht zu erhalten. Bei der Freizeitabteilung freut man sich weiterhin, dass alle Kurse insgesamt gut angenommen werden. Larissa Heinrich berichtete den Zuhörern von der SVA-Gesamtjugend und die alljährliche Weihnachtsfeier der Gesamtjugend in der Sonnenberghalle.

Anschließend ging Bürgermeister Ekkehard Fauth kurz auf die Berichte der Verantwortlichen ein und führte die Entlastungen durch. Wie nicht anders zu erwarten war, wurde diese der gesamten Vorstandschaft und den Abteilungsleitern erteilt.

Nun stand ein großes Thema im Raum. Gisela Grammerstorff hatte bei der letzten Hauptversammlung am 22.04.2016 angekündigt, nur noch für ein Jahr zur Verfügung zu stehen. Aus diesem Grund stand die außerplanmäßige Neuwahl für das Amt des Vorstands für Öffentlichkeitsarbeit/Vorstandssprecher an. Martin Rahn berichtete über die zahlreichen Gespräche und Bemühungen, eine Kandidatin oder einen Kandidaten zu finden. Bis fast zum Schluss sah es so aus, als ob man auch dieses Amt (das Amt des Vorstands für Sport ist weiterhin vakant) nicht besetzen könnte. Schließlich sagte Erwin Bischoff im Gespräch mit Gisela Grammerstorff zu, sich bei den turnusmäßigen Neuwahlen im nächsten Jahr zur Wahl zu stellen. Erfreut, mit Erwin Bischoff eine Lösung für die Zukunft gefunden zu haben, stellte sich Gisela Grammerstorff im Einvernehmen mit den Vorstandskollegen daher nochmals für ein weiteres Jahr zur Verfügung. Bei der von Bürgermeister Fauth durchgeführten Wahl wurde sie von der Versammlung in ihrem Amt bestätigt.

Vorstandsteam v. links: M. Rahn, G. Grammerstorff, T. Pfann

Insgesamt gestaltet sich die Gewinnung von Nachfolgern auf Funktionärsebene immer schwieriger. Auch wird die Aufrechterhaltung des Sportbetriebes in manchen Bereichen, z. T. auch bedingt durch den demografischen und gesellschaftlichen Wandel, mehr und mehr erschwert. Dies gilt für die meisten Vereine. Hier schaut man in Aidlingen über den Tellerrand hinaus. Mit den Verantwortlichen des FSV besteht bereits seit längerem in vielerlei Hinsicht ein gutes Miteinander. Auf Vorstandsebene hat es nun einen ersten informellen Austausch mit dem FSV Deufringen gegeben, um mögliche Weichen für die Zukunft der Aidlinger Sportvereine zu stellen. G. Grammerstorff betonte, dass man momentan erst ganz am Anfang eines möglichen Prozesses stehe, man die Augen aber vor der Notwendigkeit, gegebenenfalls neue Wege einzuschlagen zu müssen, nicht verschließen dürfe. Auf jeden Fall würden die Vereinsmitglieder mitgenommen und sie seien es, die letztendlich über eine mögliche Fusion beider Sportvereine entscheiden würden. Die Vorstandschaft ist sicher, dass die Zusammenarbeit auf allen Ebenen und auch weitere Gespräche zur Meinungsbildung im Hinblick auf einen möglichen Zusammenschluss konstruktiv und fair verlaufen werden.

Im Anschluss konnten erfreulicherweise wieder zahlreiche Sportkameraden und -kameradinnen für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt werden. René Hechler, Steffen Hirth, Renate Hotzy, Erik Nüßle, Kerstin Skarke, Petra Wellinger, Renate Wellinger (alle 25 J.), Hannelore Benz, Jürgen Klippel, Fritz Schlichter, Adelheid Schneider, Oliver Schneider, Wolfgang Wintter jun. (alle 40 J.), Heinz Bauer, Helmut Bauer, Manfred Heinrich (alle 50 J.), Friedrich Burkhardt, Jakob Butsch, Horst Reichert, Günter Schneider, Walter Wochele (alle 60 Jahre) sowie Bruno Haug und Walter Löffler (beide für 70 Jahre) nahmen Dank und Glückwünsche der Vorstände entgegen. Für 12, 15 bzw. 25 Jahre Ehrenamt wurden Wilfried Lisson, Edgar Benz und Erwin Bischoff ausgezeichnet.

von links: W. Lisson, E. Bischoff, E. Benz

Herzlichen Glückwunsch allen Geehrten. Im Anschluss an den offiziellen Teil wurde noch so manches Mal in gemütlicher Runde auf 110 Jahre SpVgg Aidlingen angstoßen.

aw

Kommentar schreiben